Mit dem letzten Aufgebot bestritt die SG Mühlenfeld/Neustadt dieses Spiel. Nach 12 Absagen standen noch genau 11 Spielerinnen zur Verfügung. Doch dies dient keineswegs als Erklärung für den schwachen Auftritt des Tabellenführers gegen den Abstiegskandidaten aus Lindhorst. Mit der Spielweise der Gäste kam die SG über weite Strecken einfach nicht zurecht. Die standen mit vielen Abwehrbeinen sehr massiv in und um den Strafraum. So rannte sich die Heimelf auf dem schmalen Platz ein ums andere Mal im Zentrum fest. Immer wieder versuchte man es durch die Mitte, doch da war wenig Durchkommen. Und wenn dann doch mal über die Flügel gespielt wurde, fehlte oft die Präzision bei den Hereingaben. So entstanden in der 1. Hälfte trotz drückender Überlegenheit nur wenige Torchancen. Unmittelbar nach dem Wechsel hatte die SG dann ihre stärkste Phase. Nach schönem Flügellauf von La-Toya Barwa scheiterte Jana Gutkowski an der Torhüterin. Im Anschluss an einen Eckball von Barwa köpfte Eilina Oertelt dann in der 51. Minute zum 1:0 ein. Kurz darauf lenkte die gute Gästetorhüterin einen wuchtigen Freistoß von Oertelt an die Latte. Die Defensive der SG wurde zwar wenig geprüft, da die Gäste sehr defensiv spielten, dennoch waren einige Wackler nicht zu übersehen. Und wie so häufig, wenn man vorne den Sack nicht zumacht, wird dies prompt bestraft. Mit ihrem einzigen gefährlichen Torschuss kamen die Gäste in der 67. Minute aus 18 Metern zum 1:1-Ausgleich. Dieses Gegentor verunsicherte das Heimteam weiter. Trotz klarer Feldüberlegenheit rannte man wenig durchdacht an, so dass insbesondere die Lindhorster Abwehrchefin den Ball immer wieder aus der Gefahrenzone schlagen konnte.