Äußerst holprig verlief der Start der Wacker-Frauen in die neue Landesligasaison. War man beim 9:1-Sieg im Pokalspiel bei Hannover 74 noch personell gut aufgestellt, änderte sich dies in der Folge. Die Angreiferin Paula Korte verletzte sich am Sprunggelenk und fiel 4 Wochen aus. Torhüterin Svenja Wöhler verabschiedete sich in den Urlaub.

Sebbenhausen/Balge – Neustadt 5:1

Beim 1. Punktspiel beim SV Sebbenhausen/Balge fehlten somit urlaubs-und verletzungsbedingt 6 Spielerinnen. Birthe Dölfes sollte das Tor hüten, die schon öfters als Vertretung diese Position besetzte. Doch verletzte sie sich beim Aufwärmen 10 Minuten vor Spielbeginn und dann teilten sich die Neuzugänge Mailien Donges und Lea Sande für je eine Halbzeit das Trikot mit der Nr. 1. Auf der Bank saßen mit Bianca Oehlerking und Sarah Biermann lediglich 2 angeschlagene Spielerinnen, die nur für den Notfall zum Einsatz kommen sollten. Am Ende verlor man deutlich mit 1:5. La-Toya Barwa hatte den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielt, aber der Druck der Gastgeber war enorm und so war man am Ende chancenlos. Insbesondere die Sturmführerin Lea Duschneit bekam man nicht in den Griff. Sie erzielte 2 Treffer und war an 2 weiteren beteiligt.

Neustadt – Schamerloh 1:4

Beim Spiel gegen die SG Schamerloh fehlte nun auch noch La-Toya, so dass man gänzlich ohne gelernte Stürmerin auflief. Immerhin stand Birthe diesmal im Tor. Durch einen mehr als zweifelhaften Strafstoß geriet man früh in Rückstand, den Ina Saathoff jedoch mit einer sehenswerten Einzelaktion zum 1:1 ausgleichen konnte. Doch noch vor der Pause traf die überragende Juliana Meier zwei weitere Male für die Gäste. Die Mannschaft wirkte defensiv nicht stabil und da nach vorne kaum eine Aktion gelang und Schamerloh kurz vor Schluss nochmals traf, ging die Partie schließlich mit 1:4 verloren.

Helstorf – Neustadt 2:1

Zum Derby bei Germania Helstorf trat das Team hochmotiviert an, zumal die letztjährige Torjägerin und Co-Trainerin Eilina Oertelt inzwischen dort spielt. La-Toya war zurück im Team und eigentlich sollte auch Svenja wieder im Tor stehen. Doch das Schicksal spielte abermals einen Streich. Beim Aufwärmen verletzte sie sich 10 Minuten vor Spielbeginn am Fuß und wird bis zur Winterpause ausfallen. Erneut musste kurzfristig improvisiert werden. Diesmal zog sich die Feldspielerin Julia Heider die Handschuhe an und konnte sich tatsächlich im Laufe des Spieles mehrfach auszeichnen. Das ganze Team zeigte diesmal eine hervorragende Einstellung, bot vor allem kämpferisch den erfahrenen und technisch starken Helstorfern Paroli. Zwar war Helstorf klar feldüberlegen, doch die Neustädter Defensive ließ wenig zu. Auf der anderen Seite traf La-Toya in der 1. Hälfte zweimal den Pfosten. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte war dann die Defensive doch überspielt und Janka Schaal traf zum 1:0. 10 Minuten nach der Halbzeit wurde La-Toya präzise angespielt und traf aus 12 Metern hoch in den Torwinkel zum umjubelten 1:1. Leider hielt der Ausgleich nur bis zur 82. Minute, da traf Rebecca Kusch zum 2:1 für Helstorf. Gut gespielt, aber wieder verloren.

Neustadt – Deckbergen-Schaumburg 5:2

Gegen den SC Deckbergen-Schaumburg wurden die Bemühungen dann belohnt. Zwar standen erneut nur 13 Leute im Kader und auf der Bank saßen mit Paula Korte und Emely Dettmering angeschlagene bzw. kränkelnde Spielerinnen. Karolin Teuber spielte trotz Leistenbeschwerden. Heraus kam eine sehr gute Mannschaftsleistung, was angesichts der personellen Bedingungen in der Trainingswoche bemerkenswert war. Insbesondere war die Mannschaft sehr zweikampfstark, eroberte sich viele Bälle im Mittelfeld und war erstmals in der Saison klar feldüberlegen. Selbst den 0:1-Rückstand Mitte der 1. Halbzeit durch den ersten Torschuss der Gäste steckte das Team weg. La-Toya erzielte noch vor der Pause den Ausgleich und in der 2. Hälfte war sie gar nicht mehr zu bremsen. 4 weitere Tore gelangen ihr nach dem Wechsel. Dabei wurde sie von Karolin Teuber, Isabella Kern und Emely Dettmering mustergültig freigespielt und vollstreckte jedes Mal eiskalt. Der Anschlusstreffer kurz vor Schluss fiel nicht mehr ins Gewicht.

Das 5:2 war gleichzeitig der 1. Sieg seit dem Aufstieg in die Landesliga und dürfte als Motivation für die nächsten Spiele gelten, wenngleich die Personallage durch Verletzungen und Urlaub angespannt bleibt und als nächstes mit dem SV Rodenberg der übermächtige Tabellenführer wartet. Ein zumindest achtbares Ergebnis wird angestrebt.